Von Dirk Jennert - Der Unternehmer Uwe Hahn, der am Stadtfeld ein Nahversorgungszentrum bauen will, hat sich gestern in die aktuelle politische Debatte eingeschaltet. Er nahm Stellung zu der Frage, wer die Kosten für den Abriss und den Neubau des Kindergartens am Stadtfeld übernehmen solle, der dem Einkaufszentrum im Weg ist. Befürworter des Projekts hatten gegenüber unserer Zeitung erklärt, Hahn würde die gesamten Kosten der Kindergarten-Verlagerung übernehmen, Gegner hingegen behaupteten, Hahn würde nichts bezahlen. Der Unternehmer machte gestern deutlich, dass beide Varianten falsch seien. Er werde den Kindergarten "sehr hoch subventionieren", aber nicht zur Gänze finanzieren. Hahn sagte weiter, dass er die exakten Zahlen erst nennen könne, wenn die Verhandlungen mit der Stadt Schleswig abgeschlossen seien. Voraussetzung für etwaige Verhandlungen sei eine Zustimmung der Gremien.
FDP übt scharfe Kritik an SPD
Auch die Liberalen meldeten sich zum Einkaufszentrum zu Wort. Der FDP-Landtagsabgeordnete Carsten-Peter Brodersen erklärte in einer Pressemitteilung: "Dank der Sozialdemokratie scheint sich Schleswig zum Negativbeispiel für politisch geordnete Selbstruinierung zu entwickeln." Die "Fundamental-Opposition in Sachen Nahversorgungszentrum" schlage dem Fass endgültig den Boden aus. Während der Unternehmer Uwe Hahn bis zu acht Millionen Euro in ein Einkaufszentrum mitten in der Stadt investieren wolle, "will die SPD erst grundsätzlich über dieses Projekt nachdenken, wenn alle Händler und Geschäfte der näheren Umgebung aufgegeben haben." Die Städte im Norden seien aufgefordert, kreativ und zukunftsorientiert ihre Wirtschaftskraft zu stärken und somit eigenständig Einnahmen zu generieren. Die Schleswiger SPD aber, so Brodersen, nutze bisher jede Möglichkeit die Weiterentwicklung der Stadt zu verhindern, unter anderem bei der Therme.
(Quelle: shz)
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