19.09.11
Die FDP unterstützt diese Entwicklung. Die Rede von Jürgen Wenzel verdeutlicht das Für und Wider:
„Thermenprojekt Schleswig: hier: Grundsatzbeschluss zum weiteren Vorgehen“
Sehr geehrter Herr Bürgervorsteher,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
am Ende dieser Ratsversammlung werden hier die nachdenklichen Gesichter überwiegen, und zwar völlig unabhängig davon, wie die Abstimmung ausgeht. Die bevorstehende Entscheidung ist ungemein wichtig für die weitere Entwicklung Schleswigs und darf nicht aus dem Bauch gefällt werden. Daher hat man sich zu Recht sehr intensiv mit dieser Frage beschäftigt und sehr viel Energie damit verwendet, an Informationen und Daten zum Projekt einer möglichen Wellnesstherme in Schleswig am Schleiufer zu gelangen. Im Nachhinein kann man sicherlich feststellen, dass das eine oder andere Gutachten möglicherweise nicht hilfreich für den Entscheidungsprozess war, aber auch diese Erfahrung kann man erst machen, wenn man sich einmal auf den Weg in Richtung einer Weiterentwicklung der Stadt gemacht hat.
Schleswig weist unter den Mittelzentren Schleswig-Holsteins eine unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung auf und leidet unter schrumpfenden Bevölkerungszahlen. Positive Seiten dieser Stadt sind zweifellos vorhanden, z.B. die Bildungslandschaft, das Kulturangebot, die landschaftliche schöne Lage und die sehr gute Verkehrsanbindung.
Daher gilt es, diese Stadt vorsichtig weiterzuentwickeln. Kaum etwas bietet sich da besser an als eine Wellnesstherme mit Alleinstellungsmerkmalen. Es geht dabei nicht um eine Spaßtherme mit Rutschen und durchschnittlichem Konzept, sondern um eine in Schleswig-Holstein bisher nicht vorhandene Anlage mit Thermalwasser und hervorragendem Wellnessangebot. Viele Emotionen und viel Verwirrung, die die letzten sieben Jahre begleitet haben, sind nur darauf zurückzuführen, dass der Begriff „Therme“ sprachlich nicht sauber definiert oder geschützt ist.
Daher unterstützt die FDP diese Chance, Arbeitsplätze und einen wirtschaftlichen Kristallisationspunkt durch den Bau einer Wellnesstherme zu schaffen. Jeder von Ihnen hat miterlebt, wie belebt der Stadtweg einen Sommer lang durch die Landesgartenschau war. Hier geht es darum, der Stadt durch die Therme neue Wachstumsimpulse zu geben. Und das wird auch gelingen. Natürlich ist ein solcher Schritt mit Risiken für die Stadt Schleswig verbunden. Keine Unternehmung im Leben ist ohne Risiken. Aus den Wirtschaftlichkeitsberechnungen und den vielen Gesprächen, die dankbarerweise geführt worden sind, wird aber deutlich, dass die Therme, ein gutes Konzept vorausgesetzt, die Zahlen der Wirtschaftlichkeitsberechnung erreichen oder übertreffen wird. Es hängt alles am Konzept. Und dieses muss überzeugen. Noch ein Wort zum Schwimmbad: es stand niemals zur Debatte, das Sportschwimmbecken abzuschaffen oder aber den Eintritt unbezahlbar zu machen. Schwimmunterricht ist ein Grundbedürfnis, das durch eine Stadt wie Schleswig abgedeckt werden muss. In meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Nordelbischen Kirchenarchivs habe ich in den Sterbebüchern gesehen, wie viele Menschen in früheren Jahrhunderten ertrunken sind. Man darf nicht zulassen, dass sich solche Verhältnisse wiederholen und das wird auch nicht geschehen. Es wäre wegen der anstehenden Sanierung, der technischen und der personellen Synergien natürlich besser gewesen, das Schwimmbad an die Schlei zu verlegen. Dort hätte es als eigene Einheit bestanden. Für die Lösung, die alte Schwimmhalle bestehen zu lassen, spricht in meinen Augen weniger, aber auch mit dieser zweitbesten Lösung wird sich Schleswig positiv entwickeln. Daher stimme ich der Vorlage zu.
Ich danke Ihnen.
Therme in Schleswig
Deutliche Mehrheit der Ratsversammlung entscheidet sich für Weiterverfolgung des Thermenprojektes.Die FDP unterstützt diese Entwicklung. Die Rede von Jürgen Wenzel verdeutlicht das Für und Wider:
„Thermenprojekt Schleswig: hier: Grundsatzbeschluss zum weiteren Vorgehen“
Sehr geehrter Herr Bürgervorsteher,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
am Ende dieser Ratsversammlung werden hier die nachdenklichen Gesichter überwiegen, und zwar völlig unabhängig davon, wie die Abstimmung ausgeht. Die bevorstehende Entscheidung ist ungemein wichtig für die weitere Entwicklung Schleswigs und darf nicht aus dem Bauch gefällt werden. Daher hat man sich zu Recht sehr intensiv mit dieser Frage beschäftigt und sehr viel Energie damit verwendet, an Informationen und Daten zum Projekt einer möglichen Wellnesstherme in Schleswig am Schleiufer zu gelangen. Im Nachhinein kann man sicherlich feststellen, dass das eine oder andere Gutachten möglicherweise nicht hilfreich für den Entscheidungsprozess war, aber auch diese Erfahrung kann man erst machen, wenn man sich einmal auf den Weg in Richtung einer Weiterentwicklung der Stadt gemacht hat.
Schleswig weist unter den Mittelzentren Schleswig-Holsteins eine unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung auf und leidet unter schrumpfenden Bevölkerungszahlen. Positive Seiten dieser Stadt sind zweifellos vorhanden, z.B. die Bildungslandschaft, das Kulturangebot, die landschaftliche schöne Lage und die sehr gute Verkehrsanbindung.
Daher gilt es, diese Stadt vorsichtig weiterzuentwickeln. Kaum etwas bietet sich da besser an als eine Wellnesstherme mit Alleinstellungsmerkmalen. Es geht dabei nicht um eine Spaßtherme mit Rutschen und durchschnittlichem Konzept, sondern um eine in Schleswig-Holstein bisher nicht vorhandene Anlage mit Thermalwasser und hervorragendem Wellnessangebot. Viele Emotionen und viel Verwirrung, die die letzten sieben Jahre begleitet haben, sind nur darauf zurückzuführen, dass der Begriff „Therme“ sprachlich nicht sauber definiert oder geschützt ist.
Daher unterstützt die FDP diese Chance, Arbeitsplätze und einen wirtschaftlichen Kristallisationspunkt durch den Bau einer Wellnesstherme zu schaffen. Jeder von Ihnen hat miterlebt, wie belebt der Stadtweg einen Sommer lang durch die Landesgartenschau war. Hier geht es darum, der Stadt durch die Therme neue Wachstumsimpulse zu geben. Und das wird auch gelingen. Natürlich ist ein solcher Schritt mit Risiken für die Stadt Schleswig verbunden. Keine Unternehmung im Leben ist ohne Risiken. Aus den Wirtschaftlichkeitsberechnungen und den vielen Gesprächen, die dankbarerweise geführt worden sind, wird aber deutlich, dass die Therme, ein gutes Konzept vorausgesetzt, die Zahlen der Wirtschaftlichkeitsberechnung erreichen oder übertreffen wird. Es hängt alles am Konzept. Und dieses muss überzeugen. Noch ein Wort zum Schwimmbad: es stand niemals zur Debatte, das Sportschwimmbecken abzuschaffen oder aber den Eintritt unbezahlbar zu machen. Schwimmunterricht ist ein Grundbedürfnis, das durch eine Stadt wie Schleswig abgedeckt werden muss. In meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Nordelbischen Kirchenarchivs habe ich in den Sterbebüchern gesehen, wie viele Menschen in früheren Jahrhunderten ertrunken sind. Man darf nicht zulassen, dass sich solche Verhältnisse wiederholen und das wird auch nicht geschehen. Es wäre wegen der anstehenden Sanierung, der technischen und der personellen Synergien natürlich besser gewesen, das Schwimmbad an die Schlei zu verlegen. Dort hätte es als eigene Einheit bestanden. Für die Lösung, die alte Schwimmhalle bestehen zu lassen, spricht in meinen Augen weniger, aber auch mit dieser zweitbesten Lösung wird sich Schleswig positiv entwickeln. Daher stimme ich der Vorlage zu.
Ich danke Ihnen.
FDP begrüßt Einzelhandelsentwicklung in Schleswig
Die FDP hat der Erschließung von neuen Einzelhandelsstandorten am Stadtfeld und an der Friedrich-Ebert-Straße und der Erneuerung des Einzelhandelsstandortes am Gallberg in der Ratsversammlung zugestimmt.Nach Ansicht von FDP-Ratsherr Jürgen Wenzel handelt es sich um eine notwendige Erneuerung des Einzelhandels in Schleswig, um den veränderten Einkaufsgewohnheiten und dem demografischen Wandel gerecht zu werden.
"Die FDP”, so Jürgen Wenzel wörtlich, “war im übrigen die einzige Partei, die während der gesamten Diskussion die Errichtung eines neuen Nahversorgungszentrum am Stadtfeld ohne Wenn und Aber unterstützt hat. Dass diese Pläne nach einem Umdenken in den anderen Parteien nun verwirklicht werden, unterstreicht die vernünftige und realitätsnahe Position der FDP.”
Die beiden neuen Standorte und der Standort am Gallberg, der jetzt neu entwickelt wird, ermöglichen vielen Schleswigern auf lange Sicht das Einkaufen von Lebensmitteln in fußläufiger -Entfernung. Gleichzeitig liegen die Standorte so verkehrsgünstig, dass sie unproblematisch mit dem PKW erreichbar sind.
Für den Bereich des unteren Gallbergs fordert die FDP allerdings ein neues Verkehrskonzept. Jürgen Wenzel dazu: “In den vergangenen Jahrzehnten ist der Gallberg unter anderem durch die Einrichtung der Langen Straße als Einbahnstraße abgeschnitten worden. Jetzt muss geschaut werden, ob dieser Fehler z.B. durch Fahrbahnen auf dem vorhandenen großen Parkplatz am Gallberg ausgeglichen werden kann. So könnte man ohne Landschaftsverbrauch Verbesserungen erreichen.
Speeldeel und verweigerte Preisverleihung
Offener Brief von Carsten-Peter Brodersen, MdL: Bürgermeister Dahl verweigert Preisverleihung im Ständesaal
Glauben kann man es nicht, aber wahr ist es trotzdem.
Da bekommt „de plattdütsche Speeldeel“ das „grote P“ verliehen (den Oscar für das Engagement in der plattdeutschen Sprache), eine Wertschätzung für jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für tausende unbezahlter Stunden zum Nähen von Kostümen, Bau der Bühnendekoration, Verpflegung der Gäste, Ausbau des Gebäudes und einstudieren der Stücke, bis hin zum Aufführen vor zehntausend Zuschauern im Jahr.
Alle Achtung, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank, liebe Speeldeel. Ein würdiger Abend mit dem Höhepunkt der Preisübergabe durch den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Herrn Torsten Geerdts.
Aber jetzt kommts:
Für die Stadt Schleswig scheint das allerdings zu bedeutungslos zu sein, denn die Anfrage der Speeldeel, die Verleihung im Ständesaal durchzuführen, wurde von der Stadt abgelehnt.
Traurig, aber wahr!
Jede weitere Kommentierung erspar ich mir, Herr Dahl.
Übrigens habe ich weder den Bürgermeister, noch den Stadtpräsidenten auf der Veranstaltung gesehen, aber - vielleicht - waren sie ja verhindert oder es gab wichtigeres.
C.P. Brodersen



